Tina Haase
Interferenzskulptur

Von weitem wirken Tina Haases Skulpturen wie große, abstrakte Plastiken, die so grundlegende Wahrnehmungserfahrungen wie Dynamik, Transparenz, Bewegung oder prekäre Gleichgewichtszustände sichtbar machen. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die abstrakten Formen jedoch als Montagen aus banalen, höchst alltäglichen Gegenständen. Papierkörbe oder Kleiderbügel, Flaschenkörbe oder Matratzenfedern sind die Grundelemente, die von der Kölner Künstlerin durch vielfache Addition in große, abstrakte Formen verwandelt werden. Da Tina Haase (geb. 1957) ihre Bauelemente stets leicht versetzt montiert, entstehen aus den banalen Alltagsgegenständen nicht nur große, abstrakt wirkende skulpturale Formen, sondern zugleich auch faszinierende Überlagerungen immer gleicher Muster, d.h. Interferenzen. Diese verwandeln die Skulpturen in schillernde - je nach Standpunkt des Betrachters - wechselnde Erscheinungen. Das banale und alltägliche Ausgangsmaterial, die schlüssige Endform und die Interferenzen machen die Skulpturen der Künstlerin zu Objekten, die sowohl dinglich und konkret als auch ephemer und flüchtig wirken.

Für den Ausstellungsraum des Kunstmuseums wird Tina Haase eigens eine Installation entwickeln.