Open 2019

Vor 20 Jahren öffneten erstmals jene Heidenheimer Künstlerinnen und Künstler, die im ehemaligen Fabrikgebäude der WCM (Württembergische Cattun Manufaktur) arbeiteten, ihre Ateliers für das breite Publikum. Dessen Reaktion war so überwältigend positiv, dass sich die Künstlerinnen und Künstler zu einem Verein mit dem Ziel zusammenschlossen, nun jedes Jahr eine große Ausstellung mit ihren Werken und Installationen zu präsentieren.

Als die Vereinsmitglieder im Jahr 2010 das WCM-Gebäude verlassen mussten und sich ihre Ateliers zwangsläufig auf verschiedene Orte verteilten, wichen sie mit ihren jährlichen Ausstellungen in große, leer stehende Gebäude aus. Im Stadtgebiet Heidenheims fanden die „open“ u.a. im ehemaligen Städtischen Kindertagheim, im ehemaligen Ausbildungszentrum der Firma Voith, auf einem Bauernhof oder in einem restaurierungsbedürftigen Trakt des Klinikums Heidenheim statt.

Das Konzept der „open“ blieb dabei über zwei Jahrzehnte hinweg weitgehend unverändert: Die Vereinsmitglieder präsentieren nicht nur ihre eigenen Werke, sondern entwickeln auch spezifische Installationen für den jeweiligen Ausstellungsort. Außerdem laden sie regelmäßig externe Kolleginnen und Kollegen ein, wodurch jede Jahresausstellung mit neuen „Gesichtern“ aufwarten kann.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der „open“ hat nun das Kunstmuseum Heidenheim den Verein ins Museum eingeladen. In den Wechselausstellungsräumen des Kunstmuseums, d. h. auf nahezu 800 Quadratmetern, präsentieren sich insgesamt 21 Künstlerinnen und Künstler nun erstmals in musealem Rahmen. Wie sie mit dieser neuen Herausforderung umgehen, ist ab dem 24. Februar im Kunstmuseum zu sehen.

Mit Johanna Bauer, Conny Baumann, Albrecht Briz, Erich Briz, Carla Chlebarov, Esther-Maria Cramer-Hurler, Evi Fischer, Beate Gabriel, Ignacio Iturrioz, Nicoline Koch-Lutz, Michi Köpf, Lars Maurmaier, Horst Pommerenke, Günther Reger, Günter Schmid, Gabriele Schneeweiß, Johanna Senoner, Jürgen Stimpfig, Karl-Heinz Stufft-Fischer, Erika Theilacker, Brigitte Vogel.


© Albrecht Briz