Qin Yufen

Treibende Heimat

Im Wechselausstellungsraum des Kunstmuseums wird die international renommierte chinesische Künstlerin, Qin Yufen, die heute in Berlin lebt, eine Installation aus 340 Wäscheständern errichten. Diese verwandeln den Raum in eine filigrane, begehbare Landschaft, durch die sich ein Band aus Kleidungsstücken wie ein Fluss schlängelt. Sowohl die Wäscheständer und die Art und Weise, wie sie zusammengefügt sind, als auch die Kleidungsstücke aus Asien und Europa verweisen auf die Herkunft (China) und die jetzige Heimat der Künstlerin (Berlin). Mit stark biographischem Bezug formuliert sie damit eine grundlegende Frage unserer heutigen Existenz: Es ist die Frage nach der kulturellen Identität des Individuums in einer globalisierten Welt.

 


© VG Bild-Kunst, Bonn 2016