Schenkung Gunzenhauser

Mit der Eröffnung des Museums Gunzenhauser im Dezember 2007 wurde bundesweit bekannt, dass der Münchner Galerist Dr. Alfred Gunzenhauser eine der bedeutendsten Kunstschenkungen der letzten Jahre in Deutschland gemacht hatte. Bereits 2003 hatte er der Stadt Chemnitz seine umfangreiche Sammlung deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts gestiftet. Doch diese Stiftung sollte nicht die einzige Schenkung des gebürtigen Heidenheimers bleiben, denn im Dezember 2008 fasste er den Entschluss, auch seiner Geburtsstadt Heidenheim eine Schenkung zu übereignen. Diese umfasst 29 Ölbilder, Zeichnungen und Graphiken, die sich in zwei Gruppen unterteilen lassen: Zum einen Werke mit Heidenheimer Motiven, welche die Stadt und die sie umgebende Landschaft zeigen, zum anderen exemplarische Werke von namhaften Künstlern des 20. Jahrhunderts wie Adolf Hoelzel, Paul Klee, Otto Dix, Willi Baumeister, Johannes Grützke oder Horst Antes. Mit seiner Schenkung trägt Dr. Alfred Gunzenhauser zur willkommenen Erweiterung der Heidenheimer Kunstsammlung bei. War diese bisher auf Picassos Plakatkunst und graphisches Schaffen sowie auf Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region fokussiert, so kommen nun Bildwerke bekannter deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts hinzu.

 


Paul Klee
Ein Gefangener wird abgeführt,
1939, Aquarell auf Papie


Willi Baumeister
Linien auf farbigem Grund, 1951
Tempera und Dispersionsfarbe auf Hartfaser
© VG Bildkunst Bonn, 2016