Alfred Diebold

Remains of Paranoia

24. März – 5. Mai 2024

Kleiner Wechselausstellungssaal

Jede Zeit hinterlässt ihre Spuren. Sie sind Ausdruck menschlicher Wünsche, Vorstellungen und Leistungen. Rainer Zerback interessiert sich in seiner fotografischen Arbeiten für diese Spuren. So hat er in früheren Serien den Massentourismus ebenso behandelt wie Zeugnisse vergangener Industrien im urbanen Raum.

Der Fotograf, Wirtschaftswissenschaftler und Autor Alfred Diebold (*1953 in Heidenheim) zeigt in seinen dokumentarisch motivierten Serien politische und geschichtliche Zeugnisse, Landschaften und Traditionen in aller Welt.

Im Kunstmuseum Heidenheim sind erstmals in Deutschland Werke aus seinem Projekt Remains of Paranoia zu sehen. Hierfür bereiste Diebold Albanien, um dort die Überreste militärischer Bauten, Rüstungsanlagen und Bunkern festzuhalten. Die entstanden in der Zeit des kommunistischen Regimes unter Enver Hoxha. Sie sind Ausdruck einer vom Machtinhaber gehegten und geschürten Paranoia vor einer Invasion und der zunehmend isolierten Lage, in welcher sich das Land ab 1961 befand.

Fotos des unterirdischen Tunnels am Porto Palermo, des Luftstützpunkts in Kuçovë oder der Tankerbrigade in Pocestë zeigen das Ausmaß der Angst und der Vorbereitungen auf einen möglichen Angriff.

Zusammen mit Karten und Erläuterungen zur Geschichte möchte die Ausstellung zu einem besseren Verständnis der albanischen Vergangenheit, aber auch für die Folgen einer militärischen Aufrüstung beitragen.

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